Wanderwoche der ehemaligen BWJ Nürtingen/Kirchheim

Am 05.07. war es wieder einmal soweit. Bereits seit 1998 treffen sich alle zwei Jahre ehemalige Jugendgruppenmitglieder und Freunde zur neunten Wanderwoche im Webingerhaus in Lackenhäuser.

 

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So nach und nach trafen am Samstagnachmittag alle angemeldeten 19 Teilnehmer ein. Nach Zimmerbezug, Betten beziehen und Schrank einräumen (sich häuslich einrichten), war es Zeit zum ersten gemeinsamen Abendessen, das wir uns alle schmecken ließen. So und nun ein kleiner Abendspaziergang nach der langen Fahrt. Wir gingen von oben her zum Campingplatz und schauten uns die Kapelle an. Und plötzlich fing es an zu regnen, der Himmel öffnete alle Schleusen die er hatte. Aber wir hatten Glück und konnten uns unterstellen, dabei Fußball schauen, und danach trockenen Fußes ins Webingerhaus zurückgehen. Mit Spiel und Unterhaltung und dem Plan am Sonntag zum Dreisessel bzw. zum Plöckenstein zu wandern, endete der erste Tag der Wanderwoche.

 

Was haben wir alles unternommen in der Zeit vom 05. bis 12. Juli. Das mit dem Dreisessel und Plöckenstein stand ja bereits fest. Einige Mutige sind vom Webingerhaus aufgestiegen, aber die Meisten fuhren mit dem Auto zum Parkplatz und gingen von dort hinauf. Wir besuchten die Neumannkapelle und den Hochstein und hatten von dort oben einen herrlichen Ausblick. So und nun ging die Wanderung richtig los. Der Weg zum Dreiländereck kam einem vor, als ob er verlängert wurde, es ging über Fels und Stein und Wurzeln, er nahm kein Ende. Kein Baum mehr, kein Schatten und die Sonnte sie meinte es so gut mit uns. Endlich das Dreiländereck erreicht und Pause gemacht. Einige sind von dort aus abgestiegen nach Lackenhäuser und der Rest machte sich auf zum Plöckenstein. Oh je,wieder steigen in der Hitze. Auf halbem Wege hatte man einen tollen Blick zum Moldaustausee, ebenso vom Plöckenstein aus. Maria und Gustl sind noch den steinigen Weg zum Stifterdenkmal abgestiegen. Auch dort stehen bis auf zwei, drei Bäume keine mehr, Kyrill hat ganze Arbeit geleistet. An diesem Abend waren wir alle ziemlich müde und sind für unsere Verhältnisse bald schlafen gegangen, es war ein anstrengender heißer Sonntag. Weniger anstrengend war der Baumwipfelpfad mit dem Baum – Ei (von dort oben hat man eine herrliche Rundumsicht), und der Besuch der Tiergehege im Nationalpark. Gut zwei bis drei Stunden kann verbringen wenn man sich alle Gehege anschaut.

 

Zu unserer Wanderwoche gehört immer eine Fahrt in den Böhmerwald. Gustl hat dies kurzfristig organisiert und es hat funktioniert. Mit dem Busunternehmen Kohl aus Sonnen fuhren wir bei schönem Wetter mit dem Lunchpaket bepackt über Philippsreut in den
Böhmerwald. Die Fahrt ging über Wallern, Pfefferschlag nach Prachatitz. Dort angekommen, besichtigten wir die restaurierten Häuser rings um den Ringplatz, das alte und neue Rathaus usw. sowie die St. Jakobskirche mit ihrem schönen Hauptaltar. Das Geburtshaus von Bischof Johann Nepomuk Neumann war verschlossen, wird wohl restauriert. Sind noch durch einige Gassen gebummelt und dann weitergefahren Richtung Budweis. Vorbei am Wasserschloss Kratochville/Kurzweil und dem Ort Nettolitz. Vorbei an vielen kleineren und größeren Seen entlang der Strasse, und aus der Ferne grüßten Schloss Frauenberg und der Schöninger. Und schon sind wir in Budweis angekommen. Inzwischen war es Mittagszeit, und so haben wir auf dem Ringplatz beim Samsonbrunnen unsere Vespertüten ausgepackt und uns erst einmal gestärkt. Währenddessen fing das Glockenspiel vom Rathaus zu spielen an, es war eine schöne Begleitung beim Essen. Anschließend sind wir durch etliche Gassen gebummelt, haben den Schwarzen Turm angeschaut und den Dom, der vollständig renoviert ist, vom neuen Fußboden über neue Bänke usw. , war sehr schön gemacht. Die Zeit bis zur Weiterfahrt wurde mit einem kühlen Budweiser in einem der vielen Kaffees und Bierausschanks, die es rings um den Ringplatz gibt, verbracht. Da wir alle schon öfters in Krummau waren, ließen wir die Stadt links liegen und fuhren über Gojau, Höritz, Mugrau nach Schwarzbach und von dort weiter nach Friedberg den Moldaustausee entlang, an unzähligen Ferienanlagen vorbei nach Lippen. Ein kurzer Halt auf der Strecke nach Hohenfurth, schnell die Strasse überquert, und in den Wald zur Teufelsmauer. Über Hohenfurth und Kaltenbrunn erreichten wir die Grenze nach Österreich. In der Keks- und Waffelfabrik bei Bad Leonfelden machten wir eine Kaffeepause. Wir hatten Glück dass wir alle trockenen Fußes in das Kaffee bzw. in den Laden kamen, denn aus heiterem Himmel fing es zu regnen, nein zu schütten an. Etwas leckeres getrunken und leckeres eingekauft, dann schnell in den Bus zurück, denn es nieselte immer noch. Und es nieselte und regnete auf der ganzen Fahrt in Österreich und auch noch bis Lackenhäuser. Frau Hohenwarter erwartete und bereits, denn es sollte gegrillt werden. Mit dem Essen im Freien wurde es allerdings nichts. Aber es schmeckte uns auch so sehr, sehr gut. Wie verbringt man anschließend die Zeit bis es 22.00 Uhr ist? Denn es stand das Fußballspiel Deutschland gegen Brasilien an. Endlich der Anpfiff. Was waren das für Jubelschreie die durch das Webinger-Haus hallten. Endstand 7:1 für Deutschland, nun konnten alle ins Bett gehen und ruhig schlafen. Endspiel erreicht. Hurra!!

 

Einen freien Tag gibt es in jeder Wanderwoche, so auch dieses mal. Ein jeder kann an diesem Tag tun was er will. Man kann das erledigen, wozu einem sonst die Zeit fehlt. Ob einkaufen, ob spazieren gehen (im Regen), handarbeiten, Verwandte besuchen, lesen oder einfach nichts tun. Aber manchmal ist nichts tun auch langweilig, und so zeigte Gustl am Nachmittag des freien Tages Filme und Bilder von den Wanderwochen 2004 bis 2010. Mein Gott wie die Zeit vergeht, wie hat man sich verändert. Abends wurde wieder Fußball geschaut, bei diesem Spiel wurde der Gegner von Deutschland ermittelt. Es wurde Argentinien. Alle waren froh dass es nicht die Niederlande waren. Nun konnten wir alle endlich zu Bett gehen. Und es regnet noch immer. Aber wir sind ja zum Wandern ins Webingerhaus gekommen. Also wurde trotz unsicheren Wetters eine kleine Wanderung unternommen und zwar zum Riedelsbacher Badesee. Ein herrlicher See und wir waren ganz alleine dort. Über kleine Umwege und rauf und runter und hin und her waren wir doch insgesamt ca. 3 Stunden unterwegs. Maria und Otto die nicht so gut zu Fuß sind, waren mit Hans zu dieser Zeit in Österreich und haben Speck eingekauft. Mm, wie der duftete und schmeckte (wir durften ihn am Abend probieren).

 

Und noch so eine Wanderung. Mit vier Fahrzeugen sind wir nach Haidmühle gefahren, um ein Fahrzeug an der Grenze abzustellen. Mit den restlichen dreien fuhren wir nach Bischofsreut und trafen uns dort mit Theo Bauer. Geplant war eine Wanderung nach Böhmisch Röhren. Er erklärte uns anhand von Schautafeln den ehemaligen Ort und die Entstehung des Ortes. Als wir an der Stelle angekommen waren, an der der Hof der Fam. Bauer stand, zeigte er uns anhand von Bildern wie der Hof einmal aussah. An vielen Plätzen und Stellen wuchsen Birken, ein Zeichen dass dort einmal Gebäude bzw. Bauernhöfe standen. Auf einem freien Platz war eine Aussichtsplattform aufgestellt, von hier aus hatte man einen tollen Blick nach Bayern, man sah sogar den Haidel –Aussichtsturm und Kuschwarda im Böhmerwald. Er zeigte uns in Böhmisch Röhren, die Tränke an der früher die Tiere der Säumer getränkt wurden (Böhm. Röhren lag am Säumerweg von und nach Passau). Als ob der Himmel nur gewartet hat dass man vom Wasser redet, fing es zu regnen an, aber wie. Regenjacken angezogen, Kapuzen auf, wer einen Schirm dabei hatte schnell aufgespannt und dann zum nächsten Unterstand gerannt. An ein weitergehen war nicht zu denken. Also verbrachte man die Zeit um etwas zu Essen und zu Trinken. Als der Regen nachließ machten wir uns auf den Weg nach Tusset. Na ja, meinte jemand, es werden so vier vielleicht fünf Kilometer sein, na dann viel Spaß bei dem Wetter. Aber es half nichts wir mussten zum Bahnhof nach Tusset. Der Regen ließ nicht nach und der Wind tat sein übriges, wir waren nass, klitschnass als wir am Bahnhof ankamen. Aber da konnten wir schon wieder über uns lachen, wie wir aussahen. Die Wärme danach im Zug tat richtig gut. Übrigens, mir ist nicht bekannt, dass jemand davon krank wurde. Schade dass die geplante Führung durch Theo nach Böhm. Röhren fast buchstäblich ins Wasser fiel.


In einer Wanderwoche wird natürlich gewandert, drum heißt sie ja so, aber jeder Tag hat auch einen Abend. Und nicht jeden Abend wurde Fußball geschaut. Wir sind gemütlich zusammengesessen und haben viel geratscht. Aber es wurde auch gesungen und Hermann begleitete uns dabei mit seiner Steirischen und mit seinem Akkordeon, oder er spielte einfach drauf los, was sogar zum tanzen animierte. Nicht vergessen werden darf Frau Hohenwarter mit ihrem Küchenteam. Wir wurden so was von verwöhnt, herzlichen Dank für die sehr gute Verpflegung. Und nicht zuletzt der Gustl. Vielen Dank für die Organisation dieser Woche, es steckt oftmals mehr Arbeit dahinter als man sieht. Ja und dann ist schon wieder Samstag der 12.07. – die Heimreise steht an, eine harmonische Wanderwoche geht zu Ende. Betten abgezogen, Koffer gepackt, nichts vergessen in den Zimmern. Schnell Gruppenfotos gemacht und dann der Abschlusskreis mit dem Lied „Wahre Freundschaft soll nicht wanken", das seit unserer ersten Wanderwoche gesungen wird. Große Verabschiedung vor dem Webingerhaus. Kommt alle gut nach Hause. Das war's, endgültig?, man wird sehen!!

 

Plöckensteiner See

 

Budweis

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